Kurzantwort: Getönte vs. ungetönte Sonnencreme
Sowohl getönte als auch ungetönte Sonnenschutzmittel können wirken, wenn sie ein Breitbandspektrum abdecken, in der richtigen Menge aufgetragen und bei Bedarf erneut aufgetragen werden. [1] Die bessere Wahl hängt vom Finish, der Deckkraft, dem Schutz vor sichtbarem Licht, einem möglichen Weißschleier und davon ab, wie gut die Formulierung in Ihre tägliche Routine passt.
Wählen Sie getönte Sonnencreme bei Melasma, dunklen Flecken, Akneflecken, Problemen mit Weißschleier oder wenn Sie eine leichte Deckkraft wünschen.
Wählen Sie ungetönte Sonnencreme, wenn Sie ein klares Finish, keine Farbanpassung, einfacheres Auftragen von Make-up oder ein unkomplizierteres Alltagsgefühl bevorzugen.
Wählen Sie nicht allein nach der Tönung; prüfen Sie zuerst Breitbandschutz und LSF.
Getönte Sonnencreme ist besonders sinnvoll, wenn sie Eisenoxide oder Pigmentsysteme enthält, die den Schutz vor sichtbarem Licht unterstützen. [2][3]

Was ist getönte Sonnencreme?
Getönter Sonnenschutz ist eine mit Pigmenten oder mineralischen Farbstoffen versehene Sonnenschutzmittel. Sie sollte in erster Linie als Sonnenschutz und nicht als Make-up mit LSF verwendet werden. Manche Formulierungen enthalten Eisenoxide oder ähnliche Pigmentsysteme, die den Schutz vor sichtbarem Licht unterstützen können. [2][3]
Getönte Sonnencreme kann Folgendes unterstützen:
einen Weißschleier reduzieren, insbesondere bei mineralischen Sonnenschutzmitteln
einen ungleichmäßigen Hautton ausgleichen
eine transparente, natürlich wirkende Deckkraft bieten
bei einer Formulierung mit Eisenoxiden den Schutz vor sichtbarem Licht unterstützen
eine leichte Make-up-Routine vereinfachen
Getönte Sonnencreme sollte nicht als Behandlung gegen Melasma, Pigmentflecken oder Pickelmale betrachtet werden. Ihr Hauptnutzen liegt in Schutz, Deckkraft und guter Alltagstauglichkeit.
Was ist ungetönte Sonnencreme?
Ungetönte Sonnencreme enthält keinen kosmetischen Farbton und keine Pigmente. Je nach Formulierung kann sie nach dem Verteilen klar, durchscheinend, weiß oder unsichtbar wirken. Bei Breitbandschutz und korrekter Anwendung bietet sie für den grundlegenden UV-Schutz nicht weniger als getönte Sonnencreme. Der Hauptunterschied liegt im Finish, nicht darin, ob sie „wirkt“.
Ungetönte Sonnencreme eignet sich oft besser für:
Menschen, die Pigmente oder eine Make-up-ähnliche Deckkraft ablehnen.
Nutzer, die ein klares oder unsichtbares Finish wünschen
Menschen, die Make-up über Sonnenschutzmittel tragen
einfache Hautpflege-Routinen
Nutzer, die Schwierigkeiten haben, den passenden Farbton zu finden
Menschen, die Gele, Flüssigkeiten oder serumartige Sonnenschutzmittel bevorzugen
Die beste ungetönte Sonnencreme ist eine, die man großzügig auftragen kann, ohne dass ein weißer Film, ein fettiges Gefühl oder eine unangenehme Textur entstehen.
Getönte vs. ungetönte Sonnencreme: Die wichtigsten Unterschiede
Getönte und ungetönte Sonnencremes unterscheiden sich nicht nur in der Farbe. Die wichtigsten Unterschiede betreffen Finish, Weißschleier, Schutz vor sichtbarem Licht, Deckkraft, Farbanpassung und die Alltagstauglichkeit der Formulierung.
| Merkmal | Getönter Sonnenschutz | Ungetönte Sonnencreme |
|---|---|---|
| Pigment / Farbe | Enthält Farb- oder Mineralpigmente | Keine kosmetischen Farbtöne oder Pigmente |
| UV-Schutz | Kann bei Breitbandschutz vor UVA und UVB schützen | Kann bei Breitbandschutz vor UVA und UVB schützen |
| Schutz vor sichtbarem Licht | Besseres Potenzial bei Formulierung mit Eisenoxiden | Meist begrenzt, sofern die Formulierung keine Pigmente zur Unterstützung des Schutzes vor sichtbarem Licht enthält |
| Weißschleier | Kann helfen, den Weißschleier zu reduzieren | Kann einen weißen Film hinterlassen, insbesondere bei mineralischen Formulierungen. |
| Unterstützung bei Hyperpigmentierung | Oft besser geeignet bei Melasma, Pigmentflecken und Pickelmalen | Immer noch nützlich zum Schutz vor UV-Strahlung, aber weniger gezielt gegen Pigmentstörungen, die durch sichtbares Licht verursacht werden. |
| Deckkraft wie Make-up | Kann eine transparente bis leichte Deckkraft bieten | Bietet in der Regel keine Deckkraft |
| Farbanpassung | Benötigt den richtigen Farbton und Unterton | Kein Farbabgleich erforderlich |
| Auftragen unter Make-up | Kann für manche Anwenderinnen eine leichte Make-up-Grundierung ersetzen. | Lässt sich leichter unter der Foundation auftragen. |
| Erneutes Auftragen | Das Nachcremen kann schwieriger sein, wenn die Tönung abfärbt oder sich in mehreren Schichten aufbaut. | Einfacher bei klarem oder unsichtbarem Finish |
Bietet getönte Sonnencreme einen besseren Schutz?
Getönte Sonnencreme bietet nicht automatisch einen stärkeren Schutz (UVA und UVB). Eine ungetönte Breitband-Sonnencreme kann bei korrekter Anwendung sehr gut wirken. Der zusätzliche Vorteil mancher getönter Formeln liegt im Schutz vor sichtbarem Licht, insbesondere wenn sie Eisenoxide oder ähnliche Pigmente enthalten. [2][3]
Zur Vorbeugung von Sonnenbrand sind Breitband-Sonnenschutz und die korrekte Anwendung wichtiger als die Tönung.
Bei Pigmentstörungen kann getönte Sonnencreme sinnvoller sein, da sichtbares Licht bei manchen Menschen Melasma, dunkle Flecken und postinflammatorische Hyperpigmentierung verschlimmern kann. [2][3]
Eisenoxide sind der Hauptgrund, weshalb viele getönte Formulierungen im Zusammenhang mit dem Schutz vor sichtbarem Licht empfohlen werden.
Nicht jede getönte Sonnencreme bietet denselben Nutzen, da Marken die Eisenoxidmenge oder Testdaten zum Schutz vor sichtbarem Licht nicht immer offenlegen. [3]
Praktische Einschätzung: Wenn Ihr Hauptanliegen Melasma, dunkle Flecken oder Pickelmale sind, wählen Sie eine getönte Breitband-Sonnencreme, auf deren Inhaltsstoffliste Eisenoxide stehen. Wenn Ihnen ein transparentes Hautgefühl, einfaches Auftragen in mehreren Schichten oder der Verzicht auf eine Farbanpassung wichtiger sind, kann eine gute ungetönte Sonnencreme im Alltag die bessere Wahl sein.
Getönte Sonnencreme, Weißschleier und Anpassung an den Hautton
Ein Weißschleier ist einer der Hauptgründe, warum getönte und ungetönte Sonnenschutzmittel verglichen werden. Ungetönte mineralische Sonnenschutzmittel können weiß oder gräulich wirken, insbesondere auf mittleren bis dunklen Hauttönen. Getönte Formeln können dieses Problem reduzieren, sofern Farbton und Unterton gut passen.
Eine unpassende Tönung kann orange, rosa, grau, aschig, zu hell oder zu dunkel wirken. Getönte Sonnencremes mit nur einem Farbton passen selten zu allen; die beste Wahl hängt daher von mehr als nur „getönt oder ungetönt“ ab.
Prüfen Sie Folgendes, bevor Sie eine getönte Sonnencreme wählen:
Farbtiefe: Achten Sie darauf, dass die Farbe weder zu hell noch zu dunkel ist.
Unterton: Prüfen Sie, ob der Farbton auf Ihrer Haut warm, kühl, neutral oder oliv wirkt.
Finish: Entscheiden Sie, ob Sie ein mattes, natürliches, seidenmattes oder taufrisches Finish bevorzugen.
Oxidation: Warten Sie 10–15 Minuten, um zu sehen, ob sich die Farbe verändert.
Abfärben: Prüfen Sie, ob es an Masken, Kragen oder Kleidung abfärbt.
Verblenden an der Kieferlinie: Testen Sie in der Nähe des Kiefers, nicht nur an der Hand.
Abgleich mit dem Hals: Achten Sie darauf, dass Gesicht und Hals noch zusammenhängend wirken.
Kann getönte Sonnencreme Foundation oder Make-up ersetzen?
Getönte Sonnencreme kann bei manchen Personen eine leichte Make-up-Basis ersetzen, besonders wenn Sie ohne Foundation einen gleichmäßigeren Teint wünschen. Sie bietet meist transparente bis leichte, aber keine volle Deckkraft. Tragen Sie weiterhin eine ausreichende Sonnenschutzmenge auf, auch wenn die Tönung wie Make-up wirkt.
Tragen Sie zuerst ausreichend Sonnencreme auf. Verwenden Sie die volle Sonnenschutzmenge, bevor Sie die Deckkraft beurteilen.
Lassen Sie es vor dem Schminken einwirken. Geben Sie ihm Zeit zum Trocknen, damit es sich unter Concealer oder Puder nicht verschmiert.
Tragen Sie Concealer nur bei Bedarf auf. So bleibt die Deckkraft gezielt, ohne die Sonnenschutzschicht zu verdünnen.
Mischen Sie sie nicht mit Foundation, wenn Sie dadurch weniger Sonnencreme verwenden. Das Mischen kann eine gleichmäßige Abdeckung beeinträchtigen und die Kontrolle der LSF-Schicht erschweren.
Tragen Sie mit einem kompatiblen Produkt nach. Ein getönter Stick, ein Cushion, Puder oder Spray kann helfen, sollte die primäre Sonnenschutzschicht jedoch ergänzen und nicht ersetzen.
Für die genaue Dosierung im Gesicht verwenden Sie bitte die Anleitung „Wie viel Sonnenschutzmittel Sie auf Ihr Gesicht auftragen sollten“.
Wie man zwischen getönter und ungetönter Sonnencreme wählt
Wählen Sie das Produkt je nach Ihrem Problem: Unterstützung der Pigmentierung, Vermeidung von Weißstich, Farbanpassung, Auftragen mehrerer Make-up-Schichten, Hautgefühl oder Tragekomfort im Alltag. Die folgende Tabelle hilft Ihnen bei der Entscheidung, ohne die wissenschaftlichen Hintergründe von sichtbarem Licht oder Eisenoxiden zu wiederholen.
| Ihre Priorität | Bessere Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Melasma, dunkle Flecken oder Aknenarben | Getönter Sonnenschutz | Kann bei einer Formulierung mit Eisenoxiden einen besseren Schutz vor sichtbarem Licht bieten |
| Weißlicher Schimmer auf mitteldunkler bis dunkler Haut | Getönter Sonnenschutz | Durch Tönung kann der bei manchen Mineralformulierungen häufig auftretende Grau- oder Weißstich reduziert werden. |
| Klares oder unsichtbares Finish | Ungetönte Sonnencreme | Enthält keine Farbpigmente und ist im Alltag meist unkomplizierter |
| Foundation über SPF auftragen | Ungetönte Sonnencreme | Es lässt sich leichter schichten, ohne dass der Foundation-Ton verändert werden muss. |
| Ersatz für leichtes Make-up | Getönter Sonnenschutz | Kann den Hautton ausgleichen und eine leichte Deckkraft bieten, während es zugleich als Sonnenschutz wirkt |
| Es ist schwierig, den passenden Farbton zu finden. | Ungetönte Sonnencreme | Keine Tönung bedeutet auch keine Gefahr, orange, grau, rosa oder zu hell auszusehen. |
| Fettige Haut | Beide | Wählen Sie nach Textur: Gel, Fluid, mattes oder talgregulierendes Finish |
| Trockene Haut | Beide | Wählen Sie eine Formel, die sich angenehm und feuchtigkeitsspendend anfühlt. |
| Empfindliche Haut | Beide | Bevorzugen Sie parfümfreie und hautverträgliche Formeln gegenüber reiner Tönung. |
| Erneutes Auftragen über dem Make-up | Getönter Stick, Cushion oder kompatibles LSF-Produkt | Ein Touch-up-Format kann die Deckkraft auffrischen, ohne das Make-up so stark zu beeinträchtigen. |
Häufige Fehler bei der Verwendung von getönter oder ungetönter Sonnencreme
Getönte und ungetönte Sonnenschutzmittel wirken am häufigsten dann nicht, wenn sie zu wenig aufgetragen, wie Make-up behandelt oder nicht erneut aufgetragen werden. Beachten Sie diese Hinweise, bevor Sie beurteilen, ob ein Produkt für Sie geeignet ist.
Getönte Sonnencreme wie Make-up auftragen: Verwenden Sie zunächst ausreichend Produkt, bevor Sie die Deckkraft beurteilen.
Annehmen, dass jede getönte Sonnencreme vor sichtbarem Licht schützt: Achten Sie auf Eisenoxide oder Pigmentsysteme, die den Schutz vor sichtbarem Licht unterstützen.
Den Farbton vor dem LSF prüfen: Prüfen Sie zuerst Breitbandschutz und LSF, danach Farbton und Finish.
Sich auf den LSF im Make-up verlassen: Foundation oder Puder mit SPF ersetzt in der Regel keine ausreichende Sonnenschutzschicht.
Auf das Nachcremen verzichten, weil die Sonnencreme getönt ist: Eine Tönung sorgt nicht dafür, dass der Sonnenschutz den ganzen Tag hält.
Ungetönte mineralische Sonnencreme ohne Berücksichtigung eines Weißstichs auswählen: Testen Sie es im Gesicht oder an der Kieferpartie, nicht nur auf der Hand.
Sonnencreme mit Foundation mischen: Vermeiden Sie das Mischen, wenn Sie dadurch weniger Sonnencreme verwenden oder eine dünnere, ungleichmäßige Schicht entsteht.
Fazit: Getönte oder ungetönte Sonnencreme?
Getönte und ungetönte Sonnencreme können beide wirksam sein, wenn sie Breitbandschutz bieten und korrekt angewendet werden. Wählen Sie getönte Sonnencreme, wenn Schutz vor sichtbarem Licht, Hyperpigmentierung, Weißschleier oder leichte Deckkraft im Vordergrund stehen. Wählen Sie ungetönte Sonnencreme, wenn Sie ein klares Finish, einfaches Auftragen unter Make-up oder unkomplizierten täglichen Gebrauch bevorzugen. Am besten ist die Variante, die Sie in ausreichender Menge auftragen, angenehm tragen und konsequent nachcremen.
Häufig gestellte Fragen zu getönter und ungetönter Sonnencreme
Ist getönte Sonnencreme besser als ungetönte Sonnencreme?
Schützt getönte Sonnencreme vor blauem Licht?
Getönte Sonnencreme kann vor sichtbarem Sonnenlicht, einschließlich blau-violettem Licht, schützen, wenn sie Eisenoxide oder ähnliche Pigmentsysteme enthält. Dies ist besonders relevant für Menschen, die zu Melasma, Pigmentflecken oder Pickelmalen neigen. Nicht jede getönte Sonnencreme bietet denselben Schutz vor sichtbarem Licht. [2][3]
Ist getönte Sonnencreme gut gegen Hyperpigmentierung?
Kann getönte Sonnencreme Foundation ersetzen?
Hinterlässt ungetönte Sonnencreme einen weißen Film?
Muss ich die getönte Sonnencreme erneut auftragen?
Quellen und Literaturhinweise
[1] FDA. Sonnenschutz: So schützen Sie Ihre Haut vor der Sonne
[2] Photodermatologie, Photoimmunologie und Photomedizin. Schutz vor sichtbarem Licht: Ein aktualisierter Überblick über getönte Sonnenschutzmittel
[3] Journal of Drugs in Dermatology. Eisenoxide in getönten Sonnenschutzmitteln bei Hyperpigmentierung: Produktanalyse und Literaturübersicht
